Modul 3: Didaktik und Agogik

Bereichern statt verändern wollen

„Wissen lässt sich nicht als eine Art Gegenstand, eine Sache oder ein Ding begreifen und Lernen ist nicht der Prozess, bei dem man den Schülern ein Loch in den Kopf bohrt und dann dort die Weisheit hineinschüttet“ (Heinz von Foerster). Menschen als lebende Systeme sind nicht instruierbar, sie organisieren autonom ihren Wissenserwerb selbst! Was bedeutet das für die Beraterrolle? Was brauchen Sie als Moderierender eines Lern- und Veränderungsprozesses, um Ihre Klienten maßgeschneiderte Konzepte erstellen zu können, die das Lernen ermöglichen? Auf welchen Wegen können Sie Ihre Botschaft am besten vermitteln? Wann und wie nutzen Sie Workshops („Was ist mit uns? Was wollen wir sein?“), Seminare („Wissen und Können fördern“) oder Trainings („Üben, üben, üben…“)?

Die Basis für ein lernförderndes Design bildet nicht allein die Darstellung fachlicher Inhalte (das WAS!), sondern vor allem deren gekonnte Verbindung mit grundlegenden Erkenntnissen der modernen Lehr- und Lernforschung (Das WIE!). In diesem Modul vermitteln wir diese Grundlagen gehirngerechten, modernen Lernen und Lehrens.

Inhalte:

  • Auftragsklärung und Bedarfsanalyse
  • Zielformulierung und Zielkontrolle,
  • Planung von Seminarablauf und Trainingsdramaturgie (Motivierende Einstiege, schlüssige Schlüsse, zielführende Vorgehensweisen, Trainingsplan, Unterlagenerstellung)
  • Die eigene Haltung als Ermöglicher von Lern- und Veränderungsprozessen
  • Das Gehirn – Neurologische Grundlagen des Lernens, Lerntypen, Überblick über Methoden gehirngerechten „Lehrens“
  • Lehr und Lernmethoden: Rollenspiele, Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Impulsreferat, Spiele und andere Transfermöglichkeiten wirkungsvoll einsetzen
  • Leistungskurve und Konzentration
  • Persönliches Feedback zu den Aspekten Didaktik, Übungsaufbau, Teilnehmeraktivierung und partnerschaftliche Kommunikation

Ziele:

Sie:

  • haben einen Überblick über relevante Methoden der Vermittlung von Wissen, Können und Haltung
  • können unterschiedliche Methoden der Einübung von Lernstoff einsetzen
  • passen ihre Methodik an unterschiedliche Lern- und Wahrnehmungstypen an
  • können ein Seminardesign interessant, schlüssig und stringent konzipieren
  • können die jeweiligen Rollen unterscheiden und Handlungen daraus gezielt ableiten

Praxisphase 3

  • Die Teilnehmer erstellen eine Selbstpräsentation (alternativ wahlweise: Firmenpräsentation/Abteilungspräsentation)

Modul 1:

Biographie & Identität

Modul 2:

Psychologische Schulen im Überblick

Modul 3:

Didaktik und Agogik

Modul 4:

Rhetorik und Präsentation

Modul 5:

Moderation schwieriger Situationen

Modul 6:

Akquise und Vertragsgestaltung

Modul 7:

Zertifizierung und Abschluss